Die Provisorische Tramhaltestelle macht’s vor

July 15, 2011

Seit dem 17. Juni steht sie schon da. Und unterhält mit wunderbarem Alternativprogramm: die Provisorische Tramhaltestelle am Claragraben. Sie ist zweierlei: ein Ausdruck dafür, dass Freiräume in Basel für die alternative Kunst- und Kulturszene dringend gebraucht werden. Und dass die Erschliessung von Freiräumen durchaus friedlich, unfallfrei und konstruktiv sein kann.

Denn Ausstellungs- und Veranstaltungsräume existieren zwar in Basel. Sie sind aber kostenintensiv und selten über längere Zeit verfügbar. Und wollen zu dieser Art Subkultur auch nicht so richtig passen. Ein einfacher Holzbau, der mit regelmässigem Programm bespielt wird, keine Einnahmen generieren muss und somit freien Handlungsspielraum hat, ist hingegen eine Möglichkeit, Experimente zu machen. Experimente, von denen unsere Kultur lebt. Denn hier entsteht, was sonst vielleicht keine oder wenig Chance hätte.

Diese Art der Subkultur ist wichtig für eine Stadt, die sich “Kulturstadt” auf die Fahne schreibt. Denn Kultur und Kunst finden nicht nur im High-End statt. Sondern vor allem dort, wo der Nährboden für das Morgen geschaffen wird. Und dieser Nährboden lebt davon, dass er nicht institutionalisiert ist, dass er nicht den Gesetzen des Kultur- und Kunstmarkts unterworfen ist. L’art pour l’art, diesmal richtig.

Schön ist, dass die Provisorische Tramhaltestelle noch immer steht. Und dass das Programm weitergeht. Da muss man auch einmal ein Lob aussprechen. An die Obrigkeit, dass ein informelles Kulturzentrum toleriert wird. Und an die Initiatoren für eine grossartige Organisation und ein tolles Programm.

Übrigens ist die Provisorische Tramhaltestelle selbstverständlich offen für (fast) alles. Wer eine Idee hat, eine Ausstellung oder Ähnliches plant, der meldet sich unter provisorischetramhaltestelle@gmail.com.

Und das aktuelle Programm findet man unter provisorischetramhaltestelle.org.


Rheinzeit

July 14, 2011

Es ist wieder Rheinzeit. Genauer, und erstaunlicherweise, ist die schon seit April. Sommer, obwohl noch gar nicht Sommer war, die ganze Zeit schon. Und jetzt ist der Sommer da, und es ist immer noch Sommer. So viel Sommer, das klingt fast wie bei der BaZ, nur heisst der Sommer da Markus und schreibt sich ohne -er am Schluss. Und mit dem Unterschied, dass der Sommer ein wahrer Genuss ist und der Markus weniger.

Am Rhein derweil macht sich Volk breit, scharenweise. Die Buvette bei der Kaserne hat endlich geöffnet, mit etwas Verspätung, zugegebenermassen. Schön soweit. Weniger schön ist die neue Buvette selbst. Aber das ist Geschmackssache.

Gegrillt wird, das ist eine wahre Freude. Für die, die grillen. Für Andere nicht so, aber es gibt sie alle immer, die Einen und die Anderen. Auch eine wahre Freude ist, dass nun auf eine dringende Notwendigkeit reagiert wurde: Abfalltonnen alle paar Dutzend Meter, und zusätzliche Mobilklos, das ist doch mal eine echte Steigerung der Rheinuferlebensqualität. Fehlen eigentlich nur noch wasserdichte Steckdosen und gekühlte Schliessfächer, ins Rheinufer eingelassen. Vielleicht kommen die dann mit der nächsten Rheinufergestaltung. Das wär doch mal was.

 

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